++Neuorganisation der Gynäkologie ab dem 01.01.2010 . ++Die niedergelassenen Gynäkologen Dr. Christoph Böhmer und Vadim Dumesch übernehmen die ärztliche Leitung der Abteilung Gynäkologie. +Anmeldungen wie bisher über das Sekretariat Tel.: 06023/506125+
Seite DruckenHandchirurgie Vorlesung ( 3,74 MB )
Die Hand ist mit unser wichtigstes Organ. Unzählige Funktionen des täglichen Lebens erledigen wir mit diesem hochkomplizierten Körperteil. Die Hand führt dem Menschen viele Informationen zu: Tasten, Fühlen von Konsistenz, Temperatur, Feuchtigkeit und vieles mehr. Mit der Hand erledigen wir feinste Arbeiten, packen aber auch kräftig zu. Bei Blinden wird die Hand gar zum Teilersatz für das Augenlicht.
Wie kompliziert die Steuerung der Hand mittels Nerven, Muskeln, Sehnen und Gelenken ist, können wir uns vorstellen.
Hände heilen von Natur aus schneller als weniger gut durchblutete Körperteile.
Fast alltäglich sind Verletzungen (meist sehr kleine) der Hände, die als Greif- und Tastorgan die meisten Umweltkontakte unseres ganzen Körpers haben. Kleine Verletzungen können nach Eigenbehandlung (Desinfektion, Pflasterverband u.s.w.) in den meisten Fällen schnell abheilen. Jedoch sollten wegen der Wichtigkeit gesunder Hände alle Verletzungen fachlich und wenn nötig chirurgisch behandelt werden. Flächige und tiefergehende Verletzungen sind unbedingt chirurgisch zu behandeln, um eine ausreichende Wundreinigung und das Erkennen weiterführender Verletzungen (Sehnen, Muskeln und Knochen) zu garantieren.
Das Einschleppen von Infektionsauslösern oder das falsche Einschätzen einer Verletzung (kleiner aber tiefer Stich) kann schlimmste Folgen haben, so zum Beispiel lange Heilungszeiten mit zum Teil zurückbleibenden Behinderungen (Amputationen bei Knochenentzündungen). Entzündungen der Sehnenscheiden oder Gelenkentzündungen bringen erhebliche Verluste der Funktionen mit sich.
Vielfältig in Ursache und Erscheinung sind Sehnenverletzungen der Hand. Offene Sehnenverletzungen müssen je nach Schwere und Auswirkung operativ behandelt werden. Mit einer Schienen- behandlung und anschließender Krankengymnastik können in den meisten Fällen bleibende Schäden vermieden werden.
Ein Strecksehnenabriß am Fingerendglied, der seine Ursache oftmals in einem festen, direkten Anstoß des Fingers hat, heilt in der Regel mit einer zwar längerdauernden aber einfachen Schienenbehandlung ab.
Spezielle funktionelle Übungsbehandlungen mittels Gummizügel haben sich bei Beugesehnennähten bewährt.
Nerveneinklemmungen, Gelenkerkrankungen und Narbenwülste, die eine dauernde Behinderung darstellen, können oftmals operativ behandelt werden, bevor es zu bleibenden, irreparablen Funktionseinschränkungen und -verlusten kommt.
Bei angeborenen Verwachsungen und Behinderungen der Hände kann mit der plastischen Handchirurgie eine funktionsverbessernde Behandlung erfolgen.
Funktionsbehindernde Narbenstränge, chronischer oder akuter Art, beeinträchtigen die Handbeugung und -streckung. Viele, dem Einzelfall entsprechende Operationsmöglichkeiten können die Funktionen verbessern, aber nicht immer völlig wiederherstellen.
Dupuytren-Kontraktur: Diese, nach einem französischen Chirurgen benannte Kollagenose (Bindegewebserkrankung) ist die Schrumpfung und Veränderung der Bindegewebsplatte unter der Haut des Handtellers. Zuerst verändern sich die kollagenen Faserbündel. Elastische Fasern verschwinden und werden von kollagenen ersetzt. Die Bindegewebsplatte verdickt und schrumpft. Dadurch beugen sich die Finger an und erhalten eine Beeinträchtigung der Greiffunktion. Hier muß zur Verhinderung der Störungen frühzeitig operiert werden. Die unbehandelte Krankheit kann in spätem Stadium zu Fingeramputationen Anlass geben.
Das "Karpaltunnel-Syndrom" ist die häufigste Nerveneinklemmung des Mittelnerven am Handgelenk. Zu Beginn findet sich ein Taubheits- und Kribbelgefühl im Bereich der vom Mittelnerven versorgten Langfinger. Weitere, spätere Folgen sind brennende Schmerzattacken (vor allem nachts), Muskelschwäche und Sensibilitätsausfälle. Eine Behandlung im Frühstadium ist relativ einfach. Entweder endoskopisch oder herkömmlich wird die narbige Einengung des Nerven chirurgisch entfernt. Weitere Einklemmungen mit Auswirkung auf die Hand können am Ellenbogengelenk auftreten (sogenannte Sulans ulnaris- oder Supinatorsyndrome). Auch in diesen Fällen können mit kleineren Operationen die Verengungen beseitigt werden.
Häufig sind Erkrankungen der Fingergelenke durch Rheuma oder Arthrose. Herkömmliche konservative Behandlungen (physikalische und krankengymnastische Therapie) wirken lindernd und helfend. Bei fortgeschrittenem Stadium einer Erkrankung sind operative Eingriffe nötig, insbesondere wenn sich schon Deformationen und Gelenkschwellungen zeigen. Sind die Gelenke gar schon zerstört, werden diese, um die Hand weitestgehend und schmerzfrei noch nutzen zu können, unter Umständen versteift.
Wurde die Notwendigkeit einer Operation festgestellt und wünschen Sie eine Behandlung in unserer Klinik, können Sie mit unserer Anmeldung Chirurgie, Telefon 06023/506-110, einen Termin zur Aufnahme absprechen.