Das Kreiskrankenhaus-Alzenau-Wasserlos informiert
Erster Spatenstich: Am Kreiskrankenhaus entsteht ein Doppelbau für Facharztpraxen
Mit dem offiziellen Ersten Spatenstich hat gestern der Bau des neuen Ärztehauses am Kreiskrankenhaus in Wasserlos begonnen. Das Aschaffenburger Bauunternehmen Adam Hörnig errichtet am ehemaligen Standort des Schwesternwohnheims einen Doppelbau für bis zu 6 Facharztpraxen - aus Sicht von Landrat Dr. Ulrich Reuter ein beachtlicher Fortschritt für die medizinische Versorgung im Norden des Landkreises.
Ressourcen besser nutzen Eine engere Verzahnung von stationären und ambulanten Behandlungsangeboten ist nach Worten des Landrats nicht nur Ziel der aktuellen Gesundheitspolitik. Ein Konzept wie jenes in Wasserlos helfe dem Kreis auch, vorhandene Ressourcen im Krankenhaus besser auszunutzen. Nicht zufällig werde der Neubau, der bis Mitte nächsten Jahres bezugsfertig sein soll, auch baulich mit dem Haupthaus verbunden, sagte Reuter.
Die Zusammenarbeit mit niedergelassenen Ärzten und Privatdienstleistern ist laut Reuter an Ort und Stelle eingeübt: Seit 1997 funktioniere der Links-Herzkatheter-Betrieb im alten Schlossbau, Computer- und Kernspintomographie sowie die integrierte Versorgung in der Hüft- und Knieendoprothetik - von der Diagnose bis zur Reha - würden mit externen Partnern betrieben. Jüngst erst habe man Kooperationen mit einem Neurochirurgen und einem Gynäkologen begründet.
Neu hinzu kommen mit dem Ärztehaus unter anderem ein Orthopäde, Fachchirurgen, Physiotherapie, Kieferchirurgie, eine augenärztliche Praxis, eine Apotheke und ein Sanitätshaus.
Laut Wolfgang Hörnig, der als einer von vier Geschäftsführern der Bauträgerfirma die Festgäste begrüßt hatte, sind die zu schaffenden Praxisräume bereits zu 50 Prozent vermietet oder reserviert. Das Baukonzept biete den Nutzern ein Höchstmaß an Flexibilität, betonte der Unternehmer: So könnten die Praxen in Standardgrößen von 150 bis 215 Quadratmeter ausgelegt, bei Bedarf aber auch bis auf 850 Quadratmeter erweitert werden.
Wert legte Hörnig, dessen Firma die Immobilie auch bewirtschaften wird, auf die energieffiziente Bauweise mit Vollwärmeschutz. Noch vor deren Verabschiedung würden die neuen EU-Grenzwerte für den Energieverbrauch eingehalten. Beheizt werde der Bau über eine Fernwärmeleitung von der Heizzentrale des Krankenhauses.
Das Grundstück zwischen Krankenhaus-Hauptbau und Park hat Hörnig vom Landkreis in Erbpacht erhalten. Der Landrat zeigte sich dankbar für das Engagement des Unternehmens und insbesondere für die Unterstützung im Genehmigungsverfahren seitens der Stadt Alzenau. Für standortbedingte Probleme wie die Nähe des historischen Parks und des denkmalgeschützten alten Schlosses seien dank guten Willens allseits befriedigende Lösungen gefunden worden.
Lange Tradition der Fürsorge Bürgermeister Walter Scharwies gab das Kompliment zurück und erinnerte an die lange Tradition menschlicher Fürsorge an diesem Ort, begründet schon zu Zeiten prominenter Wasserloser Schlossherren.
"Heutzutage greifen sozialstaatliche Regelungen, die aufgrund der Kostensituation immer wieder in Frage stehen", so Scharwies. Die Schaffung eines Gesundheitszentrums mit umfassendem Angebot und kurzen Wegen sei die richtige Antwort auf die "unruhigen Rahmenbedingungen der Politik" und stelle ein "klares kommunalpolitisches Bekenntnis" des Landkreises zum Krankenhausstandort Wasserlos dar.
Bericht: Mainecho, Oliver Klemt
Ressourcen besser nutzen Eine engere Verzahnung von stationären und ambulanten Behandlungsangeboten ist nach Worten des Landrats nicht nur Ziel der aktuellen Gesundheitspolitik. Ein Konzept wie jenes in Wasserlos helfe dem Kreis auch, vorhandene Ressourcen im Krankenhaus besser auszunutzen. Nicht zufällig werde der Neubau, der bis Mitte nächsten Jahres bezugsfertig sein soll, auch baulich mit dem Haupthaus verbunden, sagte Reuter.
Die Zusammenarbeit mit niedergelassenen Ärzten und Privatdienstleistern ist laut Reuter an Ort und Stelle eingeübt: Seit 1997 funktioniere der Links-Herzkatheter-Betrieb im alten Schlossbau, Computer- und Kernspintomographie sowie die integrierte Versorgung in der Hüft- und Knieendoprothetik - von der Diagnose bis zur Reha - würden mit externen Partnern betrieben. Jüngst erst habe man Kooperationen mit einem Neurochirurgen und einem Gynäkologen begründet.
Neu hinzu kommen mit dem Ärztehaus unter anderem ein Orthopäde, Fachchirurgen, Physiotherapie, Kieferchirurgie, eine augenärztliche Praxis, eine Apotheke und ein Sanitätshaus.
Laut Wolfgang Hörnig, der als einer von vier Geschäftsführern der Bauträgerfirma die Festgäste begrüßt hatte, sind die zu schaffenden Praxisräume bereits zu 50 Prozent vermietet oder reserviert. Das Baukonzept biete den Nutzern ein Höchstmaß an Flexibilität, betonte der Unternehmer: So könnten die Praxen in Standardgrößen von 150 bis 215 Quadratmeter ausgelegt, bei Bedarf aber auch bis auf 850 Quadratmeter erweitert werden.
Wert legte Hörnig, dessen Firma die Immobilie auch bewirtschaften wird, auf die energieffiziente Bauweise mit Vollwärmeschutz. Noch vor deren Verabschiedung würden die neuen EU-Grenzwerte für den Energieverbrauch eingehalten. Beheizt werde der Bau über eine Fernwärmeleitung von der Heizzentrale des Krankenhauses.
Das Grundstück zwischen Krankenhaus-Hauptbau und Park hat Hörnig vom Landkreis in Erbpacht erhalten. Der Landrat zeigte sich dankbar für das Engagement des Unternehmens und insbesondere für die Unterstützung im Genehmigungsverfahren seitens der Stadt Alzenau. Für standortbedingte Probleme wie die Nähe des historischen Parks und des denkmalgeschützten alten Schlosses seien dank guten Willens allseits befriedigende Lösungen gefunden worden.
Lange Tradition der Fürsorge Bürgermeister Walter Scharwies gab das Kompliment zurück und erinnerte an die lange Tradition menschlicher Fürsorge an diesem Ort, begründet schon zu Zeiten prominenter Wasserloser Schlossherren.
"Heutzutage greifen sozialstaatliche Regelungen, die aufgrund der Kostensituation immer wieder in Frage stehen", so Scharwies. Die Schaffung eines Gesundheitszentrums mit umfassendem Angebot und kurzen Wegen sei die richtige Antwort auf die "unruhigen Rahmenbedingungen der Politik" und stelle ein "klares kommunalpolitisches Bekenntnis" des Landkreises zum Krankenhausstandort Wasserlos dar.
Bericht: Mainecho, Oliver Klemt
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