++Neuorganisation der Gynäkologie ab dem 01.01.2010 . ++Die niedergelassenen Gynäkologen Dr. Christoph Böhmer und Vadim Dumesch übernehmen die ärztliche Leitung der Abteilung Gynäkologie. +Anmeldungen wie bisher über das Sekretariat Tel.: 06023/506125+
Am Dreikönigstag wurde die Gemeinschaftspraxis Neurochirurgie Alzenau in den neuen Räumen im Ärztehaus am Schlosspark, neben dem Kreiskrankenhaus in Alzenau-Wasserlos feierlich eröffnet. Die beiden Neurochirurgen Dr. Andreas Fitzner und Dr. Christoph Ostermeier haben ihre Praxis in die größtmögliche Nähe des Kreiskrankenhauses verlegt, um die gute Zusammenarbeit durch kurze Wege in das Kreiskrankenhaus noch weiter zu verbessern. Seit Ende des Jahres 2007 ist man durch die Kooperation mit den Neurochirurgen im Kreiskrankenhaus in der Lage Eingriffe an der Wirbelsäule auszuführen. Landrat Dr. Ulrich Reuter als oberster politischer Vertreter des Kreiskrankenhauses würdigte in seinem Grußwort ausdrücklich die verbesserte medizinische Ver-sorgung der Patienten des nördlichen Landkreises durch die Zusammenarbeit mit niedergelassenen Neurochirurgen. Patienten mit Wirbel-kanalengen und Bandscheibenvorfällen an Hals- und Lendenwirbelsäule können nahe am Wohnort, nämlich im Kreiskrankenhaus operativ be-handelt werden. Landrat Dr. Reuter hofft, dass sich die Kooperation als Erfolgsgeschichte stetig weiterentwickelt. Der Bürgermeister der Stadt Alzenau, Walter Scharwies, betonte die Bedeutung einer guten medizinischen Versorgung der Bevölkerung in seinem Grußwort. Die Gemein-schaftspraxis Neurochirurgie in Alzenau sei ein wichtiger Mosaikstein in der Facharztlandschaft Alzenaus. Scharwies sieht die Bindung der Neu-rochirurgen an das Kreiskrankenhaus als klares Bekenntnis des Landkreises zum Gesundheits-Standort Alzenau. Walter Scharwies unterstrich auch die bestehenden Kooperationen der Ärzte der Stadt Alzenau untereinander. Diese würden zu positiven Synergien, zum Wohle der Gesundheit der Bürger führen.
Auch im Jahr 2005 wurde das Kreiskrankenhaus Alzenau-Wasserlos seinem Ruf als leistungsfähiges und erfolgreiches Krankenhaus der Grund- und Regelversorgung gerecht. Mit seinen Fachabteilungen Innere Medizin, Chirurgie, Gynäkologie und Anästhesie/Intensivmedizin wurden knapp 5.000 Patienten stationär behandelt, 223 mehr als im Vorjahr. Dazu kamen 463 Operationen, die ambulant abgewickelt werden konnten. Die Patienten verbrachten durchschnittlich 6,5 Tage im Akuthaus. Wie verdichtet die Arbeit in einem Krankenhaus mittlerweile ist, zeigt die Vergleichszahl 1991: Seinerzeit betrug die Verweildauer im Schnitt 13,3 Tage, also mehr als doppelt so lang wie heute.

In der Chirurgischen Abteilung, die von Chefarzt Dr. Röder geleitet wird, wurden im Jahr 2005 über 2.000 Operationen durchgeführt, davon ca. 70 % in der Unfallchirurgie / Orthopädischen Chirurgie und ca. 30 % in der Allgemeinchirurgie. Einmal mehr erwies sich die überregional bekannte Unfallchirurgie und Endoprothetik als führendes Standbein der Abteilung. Beispielsweise wurden in 2005 156 Hüftimplantationen und 167 Knieimplantationen durchgeführt. Fast ein Viertel der Patienten der Chirurgischen Abteilung kommen übrigens aus dem benachbarten Hessen. Ein Plus für die Patienten stellt insbesondere die Kooperation mit den Ärzten der Radiologischen Gemeinschaftspraxis Aschaffenburg dar, die im Hause in unmittelbarer Nähe des OP und der Intensivstation ein Computertomographiegerät und ein Kernspintomographiegerät betreibt.

Die Abteilung Innere Medizin unter Leitung von Chefarzt Dr. Breunig deckt ein breites Spektrum internistischer Krankheitsbilder ab. Im Vordergrund stehen Herz-Kreislauf-, Magen-Darm- und Atemwegserkrankungen. Ein besonderer Schwerpunkt war auch in 2005 wiederum die Behandlung akuter Koronarsyndrome in Kooperation mit der Kardiologischen Gemeinschaftspraxis Aschaffenburg, die am Haus ein Herzkatheter-Labor betreibt. In 2005 wurden auf diese Weise über 120 Myokardinfarkte behandelt. Die Kooperation des Hauses mit den Kardiologen macht eine Behandlung nach dem neuesten Stand der Medizin rund um die Uhr möglich, auch nachts und an Wochenenden.

Dem Akuthaus angeschlossen und in den Räumen des alten Schlosses untergebracht ist die Abteilung Geriatrische Rehabilitation, die der Mobilisierung älterer Menschen dient, beispielsweise nach Operationen oder nach einem Schlaganfall. Im Jahr 2005 wurden knapp 500 Patienten in diese Abteilung aufgenommen. Sie verbleiben dort im Schnitt etwas über drei Wochen. Die unverändert hohe Nachfrage machte erforderlich, die Bettenzahl ab Oktober 2005 von 30 auf 40 Betten anzuheben. Erfreulicherweise wurde die Erweiterung umgehend angenommen. Während des vierten Quartals 2005 waren im Schnitt zwischen 34 und 39 Betten belegt.

Auch die Patientinnen und Patienten sehen das Haus ganz überwiegend positiv, wie die Ergebnisse der Patientenbefragung 2005 eindrucksvoll zeigen. Diese Umfrage wird bereits seit 1998 durchgeführt. Alle Patienten bekommen während der Aufnahme einen Fragebogen ausgehändigt. Sie sind eingeladen, diesen auszufüllen und in einen Briefkasten zu werfen. Dies garantiert die Anonymität der Befragung. In dem Fragebogen können positive und negative Eindrücke wiedergegeben werden.

2005 betrug die Rücklaufquote 16 %, also höher als bei vergleichbaren Befragungen (ca. 10 %). Abgefragt wird beispielsweise die Patientenaufnahme, die Betreuung durch das Pflegepersonal auf der Station und durch die behandelnden Ärzte, das Essen, die Besuchszeiten, die Sauberkeit des Zimmers oder die Organisation der Entlassung. 98 % aller Patienten, die den Fragebogen beantwortet haben, sind mit dem Kreiskrankenhaus zufrieden. Der Wert des Vorjahres konnte somit noch um ein Prozent gesteigert werden. 379 Patienten gaben zusätzlich an, womit sie besonders zufrieden waren. Genannt wurde insbesondere das sehr freundliche und aufgeschlossene Pflegepersonal, die Freundlichkeit und Beratung der Ärzte und die angenehme Atmosphäre im Haus. Auch das Angebot der kostenlosen Fernsehgeräte auf den Zimmern wurde des Öfteren genannt. Verbesserungswünsche bezogen sich beispielsweise auf die Gestaltung der Dusche in den Zimmern und auf die Wahlmöglichkeit des Essens.

Wer sich näher über das Haus informieren möchte, kann dies auf der Homepage im Internet www.kreiskrankenhaus-wasserlos.de tun. Der aktuelle Qualitätsbericht des Hauses ist zusammen mit den Qualitätsberichten aller 2000 in Deutschland zugelassenen Krankenhäuser im Internet unter
www.g-qb.de einzusehen. Auf diese Weise können Versicherte und Patienten detaillierte Informationen und Entscheidungshilfen im Vorfeld einer Krankenhausbehandlung erhalten.
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Von: Klaus Appel, Kreiskrankenhaus Alzenau-Wasserlos

Puplikation in InformationWeek Spezial für IT-Manager 05/2006

Krankenhäuser stehen zunehmend unter Druck. Um wettbewerbsfähig zu bleiben, müssen Kliniken IT-Systeme zur effi­zienten Steuerung und Verwaltung der Patientendaten und Pflegedokumentation aufbauen. Damit lassen sich Kosten drücken und die Qualität steigern.
Durch das Klinik-Informations-­Systems (KIS) können Patientendaten und Pflege­dokumentation papierlos erfasst und verarbeitet werden. ­Fehler bei der Datenübertragung werden so vermieden und die Datenqualität sichergestellt.

Das Gesundheitswesen steckt mitten im Umbruch zu deutlich mehr Wettbewerb. Kliniken stehen vor der Herausforderung, ihre Produktivität anheben zu müssen. Nur so können sie im Gesundheitsmarkt weiter bestehen. Zusätzlich fordert das pauschalisierte Entgeltsystem mit seinen Diagnosis Related Groups (DRG), die notwendigen Leistungen kostendeckend zu erbringen. Eine Herausforderung, der sich Krankenhäuser stellen müssen, wollen sie nicht mittelfristig Gefahr laufen, geschlossen zu werden. Eines der Stichworte lautet dabei: Workflow-Optimierung.

Ohne ­Medienbrüche
Zu einer Verbesserung seiner Arbeitsabläufe entschied sich das Kreiskrankenhaus Alzenau-Wasserlos im Kreis Aschaffenburg und führte ein Klinik-Informations-System (KIS) ein. Die Software Orbis des Anbieters GWI ersetzte die bisher genutzte IT-Lösung. Das vorhandene EDV-System war veraltet und sollte durch ein datenbankbasiertes System abgelöst werden. Bisher standen ganzheitliche Managementinformationen nicht zur Verfügung. Die Abbildung durchgängiger, krankenhausspezifischer Abläufe war nicht möglich. Die Abrechungen an die Kostenträger – laut Gesetz via Datenfernübertragung – in­nerhalb der gesetzlichen Fristen erforderten neue Datenabläufe und Programmstrukturen. Diese waren mit dem alten EDV-System nicht abbildbar, beziehungsweise eine Anpassung an die neuen Anforderungen hätte immense Zusatzkosten verursacht.
Zunächst wurde die neue Lösung in Verwaltung, Ambulanz und Operationssaal eingeführt. Kurze Zeit darauf gingen noch Elektronische Arztbriefschreibung und Dienstplanung in den Echtbetrieb.

Elektronische ­Pflegedokumentation
Wichtiger Meilenstein bei der Umstellung war die Einführung der elektronischen Pflegedokumentation. Die PC-Stationsarbeitsplätze ersetzten das bis dahin genutzte umfangreiche papiergebundene Formularwesen. Die gesamte Dokumentation der Pflege wird nun über Software abgebildet – egal ob es sich um Aufnahmestatus, Pflegebericht, Wund- oder Dekubitusdokumentation, alle gebräuchlichen Skalen oder Entlassungsbericht handelt. Dokumente, wie zum Beispiel Operationsbericht, Befunde, Patientenkurve, Medikation, Labordaten und pflegerische Dokumentation, werden elektronisch in der elektronischen Patientenakte erfasst.
Norbert Schupp, Krankenhausreferent des Landkreises und damit zuständig für das Kreiskrankenhaus Alzenau-Wasserlos, erläutert: »Es ist nun möglich, Patienten- und Pflegeinformationen aus allen Krankenhausstationen elektronisch zusammenzuführen und auszuwerten. Damit stehen die Informationen allen an der Behandlung Beteiligten unter Einhaltung des Datenschutzes jederzeit überall im Krankenhaus zur Verfügung«.
Über die neu strukturierte IT-Infrastruktur mit dem Server-based Computingansatz und den mobilen und stationären PCs (siehe Kasten oben) hat das Krankenhaus seine IT auf die individuellen Bedürfnisse der verschiedenen Berufs- und Anwendergruppen zugeschnitten. Insgesamt kommen 15 Terminals im Verwaltungsbereich, je ein Terminal pro Pflege- sowie Intensivstation im Stations- und im Arztzimmer sowie dreizehn Terminals für Chefärzte, Oberärzte und Sekretariate zum Einsatz. Zusätzlich sind drei spezielle, medizinisch zugelassene Terminals im Operationssaal installiert. Alle wichtigen Daten der Dokumentation von Ärzten und Pflegepersonal können so in einer elektronischen Patientenkurve eingesehen werden, zum Beispiel während der Visite am Bett. Alle Abweichungen von der Norm erkennt das System sofort und zeigt diese an. Die neuesten Laborwerte zur Krankheitsverlaufskontrolle werden grafisch dargestellt und sie lassen sich mit dem Patienten besprechen. Als mobile Geräte kommen für jede Station zwei bis drei Standardnotebooks unter Windows 2000 Professional sowie teilweise Tablet-PCs unter Windows XP Tablet-PC Edition zum Einsatz. Durch die günstige bauliche Begebenheit ist pro Station nur ein Accesspoint notwendig.
»Mit dem flächendeckenden Einsatz der mobilen Notebooks konnten wir die größte Akzeptanz bei den Anwendern erreichen, die mit der elektronischen Patientenakte arbeiten«, so der externe Dienstleister Erik Palzer von Palzer Datentechnik, der statt einer hauseigenen IT-Abteilung das Gesamtsystem betreut.

Bessere ­Patientenversorgung
Die digitale Patientenakte hat in Alzenau dazu beitragen, dass trotz der gesetzlichen Einführung der Fallpauschalen seit dem Jahr 2004 und der damit verbundenen Verkürzung des Krankenhausaufenthaltes der Behandlungserfolg sichergestellt wird. Das Verfahren verbessert die Qualität der Patientenversorgung. Zum Beispiel fließen alle Befunde automatisch in den Entlassbrief des ­Patienten ein. Wichtige Werte und In­formationen stellt das Krankenhaus schnell und ohne Übertragungsfehler dem weiterbehandelnden Hausarzt zur Verfügung. Für den Patienten bedeutet das eine Qualitätsverbesserung. Das Personal hat durch die elektronische Patientenakte mehr Zeit sich um die Kranken zu kümmern. Doch die elektronische Dokumentation in allen medizinischen und pflegerischen Bereichen bringt nicht nur eine Zeitersparnis, sondern sie wirkt sich positiv auf die Qualitätskontrolle und -sicherung aus. Klaus Appel ist Pflegedienstleiter und EDV-Beauftragter im Kreiskrankenhaus
Alzenau-Wasserlos

http://www.informationweek.de/cms/13891.0.html
Im Kreiskrankenhaus Wasserloskönnen alle Patienten seit August kostenlos fernsehen. Das Krankenhaus kann seinen Patienten diesen gebührenfreien Service anbieten, weil der Förderverein unter Vorsitz von Landrat Dr. Ulrich Reuter in seiner letzten Jahresversammlung beschlossenhat, für alle PatientenzimmerFernseher zu kaufen.
Im Gegensatz zu anderen Krankenhäusern können die Patienten im Kreiskrankenhaus diesen Service kostenfrei nutzen. Der Förderverein konnte seit seiner Gründung durch die Spenden von Privatpersonen, Patienten und Firmen der Förderung eines patientenfreundlichen Krankenhauses gerecht werden und hat für das Personal, die Patienten und das Haus vielfältige Maßnahmen gefördert. Der Verein wurde 2001 gegründet; ein wichtiges Ziel ist die Kommunikation zwischen der Bevölkerung, den Ärzten, dem Pflegepersonal und der Verwaltung des Krankenhauses. Dieses Engagement soll wesentlich dazu beitragen, die Leistungsfähigkeit sowie die medizinische und pflegerische Versorgung in Wasserlos zu stärken. Um weitere Maßnahmen im Sinne des Vereinszweckes angehen zu können, benötigt der Förderverein weiterhin die Unterstützung durch die Bevölkerung und die Patienten, denn Ideen, wie der Service durch externe Spenden weiter verbessert werden kann, gibt es noch viele. Informationen zum Förderverein erteilt Klaus Appel unter 06023/506-143.